Architectura Pro Homine - Forum für Klassische und Traditionelle Baukunst - www.aph-forum.de.vu

    

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Autor Mitteilung
Harmonica
Mitglied

Beiträge: 117


 

Gesendet: 09:49 - 14.09.2004

Ja, das ist das Landgericht. Es befindet sich am Sachsenplatz - einst ein mit herrlich dekorierten Gründerzeitfassaden besegneter Platz und heute liegt er an der "Todeszone" Johannstadt. Zum Sachsenplatz kommt man entweder vom Strassburger Platz Richtung Elbe oder aus der Bautzner/Rotenburger Str. (Neustadt) über die Albertbrücke (das ist die 2te Sandsteinbrücke nach der Augustusbrücke).

Das Landgericht erstrahlt auch wieder in neuem Glanz, nachdem es erst kürzlich (zumindest äußerlich - war noch nie drin) restauriert wurde.


Heute in der Zeitung übrigens zu lesen: es ist Baustart für das Kugelhaus am Wiener Platz! Ich könnte mich mit dem Haus ganz gut anfreunden, wenn diese Kugel nicht von 2 riesigen Kuben links und rechts fast erdrückt würde. Und das Rendering suggerierte mal wieder einen hell erleuchteten Glaspalast. Dabei wissen wir alle, wie diese Glashäuser im Sommer mit heruntergelassenen Aluminiumjalousien aussehen...
campus solis
Novize

Beiträge: 26


 

Gesendet: 14:39 - 14.09.2004

vielen dank harmonica!!!
Schloßgespenst
Mitglied

Beiträge: 106


 

Gesendet: 10:32 - 15.09.2004

Peter, um nochmal kurz auf die Sophienkirche zurückzukommen (ich hab gesehen, daß Ihr da vor langer Zeit schon mal drüber gesprochen hattet). Ich weiß, daß sie, obwohl halbwegs stehengeblieben, in den 60ern abgerissen wurde. Ulbricht persönlich hat das angeordnet - vorher hatte er mit seiner Fistelstimme gekeift, er würde "dieses Ding am liebsten mit dem Auto umfahren". Hätte er es doch bloß versucht! Denn anschließend wäre die Kirche noch dagewesen, er hingegen vermutlich nicht....
Schloßgespenst
Mitglied

Beiträge: 106


 

Gesendet: 10:46 - 15.09.2004

Und nicht nur bei dem Bau des Advanta-Riegels, durch den sich das Thema Sophienkirche wohl endgältig erledigt hätte (Peters Optimismus in Ehren), wurde eine Chance verpaßt: Auch bei der Bebauung des Altmarkts. Rechts und links haben wir die 50er-Jahre-Bebauung, die Dresdner Barockformen zitiert und wirklich nicht schlecht aussieht. Dazwischen (Südseite) hätte man die historische Häuserzeile, die bis 1945 dort stand rekonstruieren können. Die hätte optimal mit der 50er-Bebauung harmoniert, und die Reko wäre m.E. auch einfacher und billiger gewesen als etwa die Ostzeile in Frankfurt, da ja kein Fachwerk dabei war. Aber stattdessen steht da nun das sog. Lego-Haus. Was im Rohbau noch halbwegs ansprechend wirkte, sieht nur einfach lächerlich aus. Das Ganze ist praktisch eine Karrikatur der Dresdner Bürgerhäuser. Das Dach, die Fenster, die Pseudo-Gauben und dann ist das Gebäude auch noch so lang wie die 4 oder 5 Vorgänger zusammen. Und das ist jetzt die Kulisse für den Weihnachtsmarkt (man vergleiche die Kulisse des Frankfurter Weihnachtsmarkts, die Ostzeile am Römerberg). Das finde ich ehrlich gesagt noch schlimmer als die Prisco-Geschichte am Neumarkt und das Neue Palais. Denn hier an dieser Stelle, die jedem Touristen ins Auge springt hätte sich als Blickfang eine Reko aufgedrängt (dahinter hätten sie von mir aus so etwas verklemmtes wie das Legohaus verstecken können).
Hier würde nur noch ein verrückter Investor helfen, der das Gebäude irgendwie umbaut, so daß es wenigstens an die historische Zeile erinnert, aber das wird wohl nur ein frommer Wunsch bleiben...
Schloßgespenst
Mitglied

Beiträge: 106


 

Gesendet: 11:16 - 15.09.2004

Und das ist übrigens das Legohaus, von dem ich sprach:
[Link zum eingefügten Bild]

Bildquelle: www.dresden-altmarkt.de
Hans-Dominik Schwabl
Mitglied

Beiträge: 120


 

Gesendet: 12:53 - 15.09.2004

Ich finde das "Legohaus" nicht so schrecklich. Allerdings wäre es wichtig das zweite Grundstück der Südseite im Kontrast dazu kleinteiliger, lebendiger und weniger glatt zu bebauen. Ein zweites "Legohaus" würde zu einer entsetzlich öden Platzwand führen!
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 18:24 - 16.09.2004

Liebe Leute, ich bin eigentlich sehr enttäuscht von Euch. Lest ihr eigentlich das, was der Herr, den ihr so überschwenglich begrüßt, von sich gegeben hat? Scheibnt mir nicht so.

Man weiß nicht so recht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man sich den Diskussionsverlauf in diesem Forum anschaut. Es ist einfach lächerlich, Peter Berlin, daß sie sich nicht scheuen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen...

Wer ausschließlich über zu rekonstruierende Fassaden spricht, Planer beschimpft und nebenbei den lässigen Ton einer SIM CITY Newsgroup pflegt, disqualifiziert sich in meinen Augen für eine konstruktive Debatte...() ..anstatt dämnlich den alten Behnisch zu zitieren ...

Booni, Jürgen, und ihr anderen - diesen Ton findet ihr Klasse? Jemand, der über Leute herfällt, die sich wie ich für Rekonstruktion einsetzen ? Es ist gängige Modernistenmeinung, dass wir, die Bürger, sich gefälligst nicht eiuzumischen haben, und dass die Planer ihr Zerstörungswerk unbeirrt fortsetzen sollen. Ich jedenfalls widerspreche dieser Meinung und vertrete die Ansicht, dass es mich als Bürger sehr wohl etwas angeht, wie unsere Städte entstellt werden - bzw. dies bereits SIND. Da der Herr (Frau?) Tobse als Wohnohrt München angibt, habe ich den Verdacht, er weiss nicht so ganz wie eine totalzerstörte Stadt aussieht. Diese Leute mischen sich immer mit Vorliebe in die Debatte ein, siehe Debatte Berliner Schloss (Kommission aus Wien die den Alexanderplatz noch nie gesehen hatte, etc.)

Unsere ehrbaren Planer, die man laut Herrn Tobse nicht kritisieren darf und die als Experten schon wissen, was sie tun, haben unsere Städte seit 1945 restlos gesprengt, zerstört und ruiniert. Für mich ist Dresdens "moderne" Betonwüste eine tragische Mahnung.

Üerlassen Sie die Planung Leuten, die was davon verstehen.

Lieber Herr Tobse, Sie kommen bei mir weder mit ihren Beleidigungen und ihrer autoritätsgläubigen Sichtweise weiter - nein, ich überlasse die Planung nicht leuten, die "was davon verstehen". Denn die, die seit 1945 unsere Städte gestaltet (verunstaltet?) haben, verstehen wohl doch nicht so viel davon, wie man annimmmt.

Wenn Sie Ihrem Zahnarzt während der Behandlung so kommen, setzt er Sie mitsamt Lätzchen vor die Tür.
Ja, wie oft wollen Sie uns das denn noch erzählen? Das haben Sie nun doch schon mehrmals, in mehreren Foren, auch auf der GHND Website. Finden Sie sich sehr geistreich ?

Ich habe diese Autoritätsgläubigkeit, die Sie offensichtlich immer noch haben, schon vor langer Zeit abgelegt. Für mich ist jemand mit einem Uni-Diplom nicht unfehlbar, bloß weil irgendjemand man einen Stempel daraufknallte. Ich wage es auch weiterhin, die "Experten" als unfähig zu entlarven, sei es in der Stadtplanung, oder in anderen Bereichen. Sie überlassen anderen das Denken und halten ihre "Experten" für unfehlbar, denen man absolut gehorchen muss. Ich hingegen messe die Leute nicht an den Stempeln auf ihren Uni-Diplomen, sonder messe sie an ihren Taten. Und was unsere entstellten und ramponierten Städte betrifft, schneiden die von ihnen gelobten "Experten" sehr, sehr schlecht ab.

Auch wenn ihnen dies missfällt, ich werde unbeirrt auch weiterhin die Stadtplaner kritisieren, und ich muss ihnen ganz ehrlich sagen, manche von denen kommen noch ganz dabei weg, wenn sie von der Bevölkerung nur beschimpft werden. Einige davon sollte man meiner Meinung nach verhaften. Und falls sie nun wieder hohen Blutdruck bekommen, weil ich es gewagt habe, ihre heiligen unfehlbaren "Stadtplaner" anzugreifen, kann ich ihnen gerne einige Stellen in Köln, Stuttgart, Dresden, Berlin und -zig anderen Ortenb zeigen, die dies belegen.

Ich werde auch weiterhin meine Kritik anbringen, egal wie sehr Sie oder Modernisten mich persönlich angreifen.
Denken Sie weiterhin nicht selbst -
denn ihr Experte denkt für Sie.
PeterBerlin
Bronzenes Premium-Mitglied

Beiträge: 584


 

Gesendet: 19:38 - 16.09.2004



Nachtrag:

ich musste leider durch PC Absturz meine Stellungnahme zu dem dubiosen Herrn Tobse vorzeitig beenden. Liebe Leute, wie koennt ihr euch nur auf die Seite von so jemand stellen. Ist mir unbegreiflich. Da ihr ihn so klasse fandet, offensichtlich aber nicht gesehen habt was er so von sich gab, lasst euch doch noch mal zwei seiner Forderungen auf der Zunge zergehen:

Vielleicht in 10 Jahren, wenn wir oben Genanntes im Griff haben werden, reden wir gerne auch über Leitbauten.


Ach, und wer bestimmt das? Sie etwa? Was maszen Sie sich eigentlich an? Die Leitbauten sind das bereits in den 80ern von Prof. H. Nadler entwickelte Kernkonzept des Rekonstruktionsprojektes; sie muessen nach streng wissenschaftlichen Vorgaben errichtet werden; ebenso muessen die Fuellbauten formensprachlich Bezug nehmen auf die Leitbauten (daher der Name), und dem Gesamtkontext unterordnen. Die Betreuung der Rekonstruktionen erfolgt durch die Denkmalpflege in Dresden und die GHND. Ich glaube dass die GHND mit Herrn Dr. Herzig, dem Sie die Vorgaben ueber den Neumarkt ueberhaupt verdanken, eine sehr gute Arbeit macht. Wird jede einzelne Rekonstruktion der Dresdner Barockhaeuser von Herrn Dr. Herzig betreut, brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, dann stimmen naemlich auch die Masze, und es kommt nicht einfach noch ein Stockwerk drauf wie beim Taschenbergpalais, etc. (so wie das ihre Experten taten, die man ja nach Ihrer Ansicht nicht kritisieren darf und die alles richtig machen). Da ich mich aber mit dem Leitbautenkonzept sehr gut auskenne, denke ich nicht, dass wir hier Ratschlaege von Ihnen brauchen, und ich denke ebensowenig dass wir Ihre Erlaubnis brauchen, wann die Leitbauten errichtet werden "duerfen", wie Sie im obigen Zitat anmahnten. Abgesehen davon, dass Sie sich wohl etwas ueberschaetzen in Ihrer Kompetenz fuer das Neumarktviertel, setze ich die Prioritaet nicht wie Sie darauf, WANN die Leitbauten gebaut werden, sondern oberste Prioritaet hat m.E., WIE die Rekonstruktion erfolgt. Sie koennen ja gerne mal Herrn Dr. Herzig fragen, was manche Investoren dort so vorhaben. Da bekommen Sie das kalte Grausen. Ich bin gegen eine "ad libitum" Rekonstruktion, auch gegen ein "schnell, schnell bauen, egal wie", daher auch gegen eine Obsession mit dem Zeitplan, wie es die unfaehigen Politiker des Stadtrat Dresden hatten. Prioritaet hat fuer mich einzig und allein das "wie", also die Rekonstruktion nach wissenschaftlichen Vorgaben. Innerhalb welchen Zeitraums das zu geschehen hat, ist eine andere Frage, und vor allem eine, die sicherlich nicht durch Sie beantwortet werden wird.


2)
Überlassen Sie die Planung Leuten, die was davon verstehen.

Ich hoffe, Sie sind sich hinreichend darueber im Klaren was Sie hier eigentlich fordern, Herr Tobse:

Die Planer sind naemlich unter anderem Leute wie Herr Dr. Brauns, Herr Fessenmeyr, von den Investoren wie Herr Lagerein etc. muessen wir erst gar nicht reden; unser geliebter Tuchhaendler aus Milano ist hiergegen noch ein Waisenknabe, aber da auch unser geliebter Herr Prisco offiziell an der Neumarktplanung beteiligt ist, denke ich mal, wir haben hier auch kein Recht, die Bunkerbauten aus Glas, Stahl und Beton, direkt neben der FRauenkirche, zu kritisieren, oder?


Abgesehen davon, dass Sie mit ihrer Forderung, man solle den Planern voellig unkritisch die gesamte Neumarktplanung ueberlassen, ist Ihr Satz einer, den ich in der Reko-Debatte leider schon sehr oft gehoert habe: Es ist genau der Satz, mit dem jegliche Mitsprache von Buergern verhindert werden soll. Nur Architekten und Planer verstehen etwas davon, wie die Staedte auszusehen haben, wir Buerger sollen uns gefaelligst heraushalten. Wuerden wir Herrn Tobses Anmahnung, man solle sich heraushalten da man angeblich nichts von der Materie verstehe, befolgen, waere das fuer Dresden, Nuernberg und viele andere das entgueltige aus. Herr Tobse, soll sich Ihrer Meinung nach denn auch die GHND heraushalten? Die versteht naemlich noch viel weniger von Stadtplanung, schliesslich haben die darin weder Erfahrung noch "offizielle" Kompetenz.

Dieser Satz ist herrschende Meinung in Feuilletons, Akademischen Kreisen und den verantwortlichen Positionen in urbaner Gestaltung.




"Überlassen Sie die Planung Leuten, die was davon verstehen." Lieber Herr Tobse: Nein, das werden wir nicht. Das taten wir Buerger naemlich lange genug, mindestens seit ca. 1945. Und das Ergebnis ist, speziell im Thema "Dresden", hinreichend bekannt. Und Gott sei Dank gibt es eine Menge Buerger, die sich von Leuten wie ihnen nicht einschuechtern lassen, die Rekonstruktionen fordern und gegen den Zerstoererischen Modernismus vorgehen.

Und da sie ja so geistreich anmerkten, sie wuessten nicht, ob man bei meinen daemlichen Beitraegen lachen oder weinen solle, finde ich es angemessen, ihnen mitzuteilen, wie die Entscheidung ausfaellt, wenn man ihre Beitraege liest: wenn ich solch abenteurliche Forderungen wie die Ihren lese, Herr Tobse (man soll gefaelligst die Planungen fuer unsere Staedte denen ueberlassen, die die Glasbunkerwuesten unserer Staedte planen), dann kann man tatsaechlich nur weinen.
Schloßgespenst
Mitglied

Beiträge: 106


 

Gesendet: 10:43 - 22.09.2004

@Hans-Dominik

Hast Du das Haus denn schon mal in echt gesehen? Der Spitzname Lego-Haus kommt von dem Dach. Architekt von Gerkan war es zu langweilig, ein normales Ziegeldach zu bauen, da hat er dieses seltsame legosteinartige Dach entworfen. Schau' es Dir mal vom Rathausturm an, es sieht einfach häßlich aus!
Okay, im Vergleich zu Advanta-Riegel am Postplatz

[Link zum eingefügten Bild]

ist das Lego-Haus das kleinere Übel, aber es ist ja immer leicht, etwas noch schlimmeres zu finden.
An diese exponierte Stelle hätte jedenfalls eine Rekonstrucktion oder wenigstens ein der historischen Bebauung nachempfundenes Gebäude à la Haus Liebermann/Haus Sommer in Berlin gehört.

Bildquelle:http://www.neumarkt-dresden.de
Philipp
Mitglied

Beiträge: 168


 

Gesendet: 19:42 - 22.09.2004

Kann mit einer von den Dresdnern sagen, was sich am Neustädter Markt tut? Ich habe durch die Webcams von n-tv (earth tv) den Eindruck bekommen, daß sie Teile der Eckbebauung der Platten auf der rechten Seite abreißen. Könnt Ihr das bestätigen?

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