Architectura Pro Homine - Forum für Klassische und Traditionelle Baukunst - www.aph-forum.de.vu

    

 · Home · Impressum & Datenschutz · Suche

Seiten mit Postings: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51

zum Seitenende

 Forum Index —› Deutschland —› Dresden
 


Autor Mitteilung
Roy Batty
Mitglied

Beiträge: 133


 

Gesendet: 19:31 - 09.08.2004

>>bist du für eine direkte demokratie wie beispielsweise in der schweiz?
das problem, dass du schilderst, ist doch offensichtlich die repräsentative demokratie. <<

Ja. Aber ich bin auch der Überzeugung, daß die derzeitigen Instututionen der Macht diesselbe nicht per Reform hergeben werden, noch nichtmal teilweise. Eher greifen sie zum Mittel des Faschismus, wie in den USA, anstatt sie dem Volk die wirkliche Souveränität zu übertragen. Deshalb auch die andauernde Propaganda vom dummen, unwissenden Volk, die, wie ich leider zugeben muß, äußerst erfolgreich ist...wie man sieht.

>>den europäische gedanken an sich finde ich nicht schlecht. wenn die macher europas langfristig ihre ideale einhalten und weg vom europa der nationen zu einem europa der regionen kommen, würde ich das begrüßen.<<

Ich an sich auch. Nur: übernationale administraive Einheiten bedürfen, wenn eine Richtung vorgegeben ist, eines höheren Machtpotentials und einer größeren Machtkonzentration, d.h. einer zentralisierten Ordnung. Die Idee des Europas der Regionen ist ein Bonbon, was zur selben Zeit weggezogen werden wird, in der es sich verwirklichen läßt. Es läüft auf einen europäischen Staat hinaus und das dürfte der entgültige Triumph über die Idee der echten Volkssouveränität sein. Denn Widerstände, Volksabstimmungen oder die falschen Parteien, das alles kann ein so großes Gebilde, können seine Erbauer überhaupt nicht gebrauchen.

>>deutschland ist ohnehin keine echte nation.<<

Gut, jetzt nicht mehr.

>>ich wäre froh, wenn vor allem die südlichen landesteile eigenständiger und von berlin unabhängig wären. die preussische idee vom nationalstaat deutschland war und ist ein großes unglück. <<

Nein. Nicht die eigentliche Nationalstaatsidee war ein Unglück, sondern die preußische Variante davon.
Militarismus, der Wahn fremde Territorien als Staatsgebiet und Absatzmarkt niederzuzwingen; das starre Ständesystem, festgefügte soziale Unterschiede unverhältnismäßiger Schärfe, die "Staatsraison" einer selbstbezogenen Elite...das war ein Unglück. Die Ergebnisse sehen wir.

Du hast recht mit deiner Ablehnung von Preußen; ich als Sachse halte es genauso. Beste Lösung, wie ich finde, wäre beim Wiener Kongress der vertragliche Rausschmiss beider Großmächte aus Deutschland sowie die Vereinigung des Rests zu einer bundesstaatlichen Gemeinschafts gewesen. Österreich ginge seinen eigenen Weg, Preußen -östlich der Elbe- ebenfalls.:drink:

>>und deshalb setze ich mit hoffnung auf europa. <<

Ich setze, so komisch und irrational das jetzt klingt, auf eine neue Runde der Osterweiterung, den EU-Beitritt der Türkei sowie die weitere Emanzipation der islamischen Welt...
Rösch
Senior-Mitglied

Beiträge: 343


 

Gesendet: 19:37 - 09.08.2004

...und mit welcher hoffnung verbindest du letzteres???
Roy Batty
Mitglied

Beiträge: 133


 

Gesendet: 19:45 - 09.08.2004

Einmal mit einer beständigen Schwächung des Machtpotentials der vereinigten Staaten, zusammen mit dem aufstrebenden China. Wenn überhaupt, sollte es weltweit drei, vier übernationale Supermächte geben, die sich gegenseitig stützen und in Schach halten, anstatt die absolutute militärische und politische Hegemonie einer einzigen oder zwei.
Das verwobene, oft undurchschaubare Machtsystem des Westens, was zur derzeitigen Erstarrung auch in Deutschland geführt hat, sollte eine Revision erfahren.

Den anderen Grund verrate ich nicht, er ist zu hinterhältig für dieses Forum...:smoke:
Rösch
Senior-Mitglied

Beiträge: 343


 

Gesendet: 19:57 - 09.08.2004

...wenn man damit nicht vom regen in die traufe kommt! das hätte sicherlich auch andere konsequenzen, die ich hier nicht ausmalen möchte.


Cuypers
Mitglied

Beiträge: 110


 

Gesendet: 20:40 - 09.08.2004

"Einmal mit einer beständigen Schwächung des Machtpotentials der vereinigten Staaten, zusammen mit dem aufstrebenden China"


Hier ein paar Fakten:

USA:

Einwohner: 298.056.125 (D= 81 Mio);
Geburtenrate: 2,19 per Frau (D= 1,21);
Bev.wach.: 1.3% (D=-0,1%);
Bev. 2050: circa 340 Mio (D= 58Mio);

BSP/KOPF: 37.800,--$ (D= 26.010$);
Wirtschaftswachstum 2003: 4,2% (D=0%);
Prognose 2004: 4,7% (D=1,5 - 1,8%)
Arbeitslosigkeit: 4% (EU= circa 10%)

Militärausgaben: 381,4 Mill. 2003)
(D= 24,4Mill.)

Fazit:
1.Deutschlands, Europas und Japans Bevölkerung wird vergreisen; Usa hingegen wachsen

2. Die Wirtschaftsmacht USA wird das 21 Jahrhundert uneingeschränkt beherschen. Du wirst auf der Welt kein Ökonomen finden, der das Gegenteil behauptet.

3. Die Militärmacht der USA bedarf keiner Worte. Jeder zweite Dollar, der 2003 in die weltweite Rüstung
geflossen ist, war eine US-amerikianischer. Tendenz stark steigend. Desweiteren ist der Vorsprung in der Militärtechnologie so gigantisch geworden, dass es schlicht nicht mehr möglich ist für den Rest der Welt mitzuhalten.

Also bitte. Träume von mir aus weiter von Grosseuropa oder China, aber bitte achte mal auf die Realität. Und achte auf folgendes Zitat:

"Die erste Generation verdient das Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends..."
Otto von Bismarck
Roy Batty
Mitglied

Beiträge: 133


 

Gesendet: 21:27 - 09.08.2004

:lachen::lachen::lachen:

*BRÜLLBRÜLLBRÜLL*

:D:D:D

Wa, Minian; wieder auf Tour ? :smoke:

Also das mit dem faulen Ossi- und Studentenpack kriegst doch sicher besser hin. Und einen besseren Witz als die Militär-Omnipräsenz der US'ler auch...oder täusche ich mich ?

;):)
Roy Batty
Mitglied

Beiträge: 133


 

Gesendet: 21:41 - 09.08.2004

Auch diese Debatte ging verloren...was denkst du dir nur dabei ? Irgendwo schlimmert ein kleiner Masochist in dir, Minian..aber uns solls egal sein.:drink:

http://www.politikforum.de/forum/showthread.php?s=1381236ca8f69e81829a619174bc24ba&threadid=72018&perpage=15&pagenumber=1
Cuypers
Mitglied

Beiträge: 110


 

Gesendet: 23:00 - 09.08.2004

"Minian" ?!? Kenne ich nicht und bin ich schon gar nicht.
Desweiteren bin ich weder im "Politikforum" registriert, noch in sonst einem Forum ausser diesem hier.

1. Ich bin bestimmt kein Studenthasser.
Ich bin nämlich selber einer. Ich mag
nur die 30% Langzeitstudenten die einen die Seminarplätze wegnehemen und einen politisch indoktrinieren wollen nicht.
Aber die circa 70%, die ernsthaft studieren, gehören in meinen AUgen zu der wichtigsten Säule der deutschen Demokratie und sind Deutschland Zukunft.

2. Ich bin auch kein "Ossihasser"! Ich habe mich, leider, zu der Aussage hinreißen lassen, weil mich die heutigen "Montagsdemonstrationen" sehr, sehr enttäuscht haben. Hier wurde mit Populismus und dummen Überschriften in Bild-manier, Stimmung gegen das wichtigste Vorhaben der Regierung Schröder gemacht! Und wenn ich mir überlege, dass dieses Gesetz erst der Anfang von dem ist, was nötig ist, dann wird mir Angst und Bange. Ich will dann gar nicht an die Reaktion in Ostdeutschland denken, wenn die neuen, notwendigen, Gesetze in ein, zwei Jahren kommen. Wäre mal Interessant zu hören, wie du darüber denkst.

3. Ich konnte Bush nie leiden, seinen Vater aber sehr wohl.
Bush Junior ist ein Ignorant, Idiot, Feigling und Kulturbarbar.
Aber deswegen verliere ich nicht meine Bewunderung für das amerikanische Volk. Oder willst Du, dass jeder Amerikaner uns hasst, falls wir mal einen Ignoranten als Kanzler haben! Wir haben den Amerikanern nahezu alles zu verdanken! Vergiss das niemals! Sonst würden wir nämlich noch in brauen Mäntelchen rumlaufen und Sieg Heil, brüllen!

Aber nun genug.
Also, ich schlage vor, wir vertragen uns wieder. Konzentrieren wir uns lieber auf Architektur. Für eine kontroverse Diskussion über Bushs Amerika ist hier nicht der richtige Ort.

p.s.: Ich habe mir mal deinen Link zum "Politikforum" angeschaut.
Ich frage mich, wo die Leute dort die Zeit hernehmen, um solch Artikel zu schreiben? Ich würde dort verrückt!

Und bitte vergleich mich nicht nochmal mit einem dieser "Fanatiker" aus dem Politikforum! Denn mit denen, habe ich nämlich absolut nichts gemein!

Also für die Zukunft: Nur Architektur und sonst nichts.
Und Danke für die Erwähnung von Zwickau im "Kleine Städet.." Topic. Die Stadt hätte ich glatt vergessen.
Roy Batty
Mitglied

Beiträge: 133


 

Gesendet: 23:27 - 09.08.2004

Gut; eine Sache schnell zur Politik noch. Wir haben im Politikforum ein paar Gestalten, die meinen, sie müssen unbedingt Bush und Sharon verteidigen, teilweise mit wirklich haarsträubenden Argumenten. Ich bin seit einigen Wochen da raus, auch weils in letzter Zeit immer blöder geworden ist; zuviel Fakes(wie eben Minian, der wirklich überall rumhängt), zuviel Spam. Bush Senior war tatsächlich ein vorausschauender Mann; er hatte 1990 wesentlichen Anteil daran, das vereinigte Deutschland in die Nato zu buggsieren.

Daß aber Amiland die Deutschen vom Nazismus "befreit" habe, ist eine hartnäckige Legende. Okay, wir würden ohne D-Day nicht in Braunhemden rumstürzen. Aber dennoch stramm in der gesamtdeutschen FDJ, weil die Russen schon Anfang 1944 der Wehrmacht das Genick gebrochen hatten und ein sowjetischer Durchmarsch zum Atlantik gefolgt wäre.
So, genug davon.

Ich nehme mein Studium übrigens sehr ernst; mir liegt viel daran.


Zum Thema unbekannte schöne Städte wäre nebenbei noch Schneeberg zu nennen. Wirklich eine wunderschöne, erhaltene Stadt, nur dürften Radfahrer dort nicht auf ihre Kosten kommen, die Höhenunterschiede innerhalb der Stadt betragen bis zu 600 meter. Die mächtige Wolfgangskirche ist ein Meisterwerk der deutschen Spätgotik. Auch die Stadt selbst besitzt Charakter. Und sie verbirgt ein dunkles Geheimnis, in ihren Kellern.

Das Radon...wer sich im freien in der Nachbarstadt Schlema aufhält; in der Nähe der merkwürdigen, birkenbewachsenen Bergketten am Stadtrand, kriegts gratis in die Lunge. Nach dreißig Jahren noch strahlt es.

Immerhin hats keinen Totalschaden verursacht wie in Johanngeorgenstadt, wo der Uranbergbau der Wismut ein ganz besonderes architektonisches Highlight geschaffen hatte - einen Marktplatz mitten im Wald. Weil die Stadt wg. der Erschütterungen abgerissen werden mußte..."Johannstadt" besteht heute aus Fünfziger-Jahre-Kasernen und Plattenbauten, die etwa zweihundert Meter höher als die ehemalige Stadt liegen.
Cuypers
Mitglied

Beiträge: 110


 

Gesendet: 23:35 - 09.08.2004

Schneeberg (die Bergstadt) kenne ich! Eine der zahlreichen "Schönen" der Republik.
Da du dich in Ostdeutschland auskennst, was ist von der Stadt Colditz zu halten? Ich kenne ein wenig die Geschichte des Schlosses, aber was ist von der Stadt zu halten?

Seiten mit Postings: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51

- Dresden -

zum Seitenanfang



 Forum Index —› Deutschland —› Dresden
 



Version 3.1 | Load: 0.014878 | S: 1_2