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Autor Mitteilung
Booni
Mitglied

Beiträge: 190


 

Gesendet: 17:33 - 30.06.2004

Wie sieht's denn mit der Feldschlösschenbrücke aus? Ist die jetzt definitiv gestrichen?
Christian
Mitglied

Beiträge: 114


 

Gesendet: 11:56 - 01.07.2004

@ Booni:

Folgender Artikel aus der heutigen Sz zum Thema Bürgerentscheid und Waldschlösschenbrücke:

Elb-Brücke: Ja oder Nein zum Bürgerentscheid
Streit im Stadtrat um Formulierung / SPD erwägt Klage
Von Thilo Alexe und Marco Mach

Die geplante Waldschlößchenbrücke verursacht im Stadtrat weiter Turbulenzen. Eine Mehrheit ist für einen Bürgerentscheid, kann sich bislang aber nicht auf eine Fragestellung einigen.

Dresden. Der von PDS und CDU angestrebte Bürgerentscheid über den Bau der Waldschlößchenbrücke steht auf der Kippe. Obwohl beide Fraktionen während der heutigen Stadtratssitzung mit der dafür notwendigen Zweidrittelmehrheit den Weg für ein Votum der Dresdner am 19. September frei machen wollen, können sie sich bisher nicht auf eine Fragestellung dafür einigen. Während die CDU die von Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) vorgeschlagene Formulierung ?Sind Sie für den Bau der Waldschlößchenbrücke?? favorisiert, will die PDS die angespannte Haushaltslage der Stadt mit ins Spiel bringen. Eine Arbeitsgruppe soll bis zur Sitzung die Wortwahl erarbeiten. PDS-Sprecher André Schollbach zeigt sich zuversichtlich, dass diese von den Christdemokraten mitgetragen wird: ?Ich gehe von einer Einigung aus.? Die CDU reagiert darauf mit Skepsis. ?Die sächsische Gemeindeordnung sieht nur einfache Fragestellungen vor, die keine Beeinflussung beinhaltet?, sagt Fraktionsgeschäftsführer Jürgen Eckoldt.

Falls die Variante Roßbergs beschlossen wird, erwägt die SPD eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Die Sozialdemokraten verlangen ebenfalls einen Verweis auf die derzeitige Haushaltslage. Für den Fall, dass sich der Stadtrat nicht einigt, kündigt die FDP ein Bürgerbegehren an. ?Dann sammeln wir Unterschriften, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen?, sagt Stadtrat Jan Mücke. Doch nicht nur der Bürgerentscheid steht auf der Kippe, auch die Finanzierung. Die Stadt geht weiterhin von einer 90-prozentigen Förderung aus. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) betont aber: ?Eine Aussage über die genaue Förderhöhe lässt sich derzeit noch nicht treffen.?

In einer SZ-Aktion stimmten bislang 5 879 Leser ab, davon rund 63 Prozent für den Brückenbau.

Quelle: www.sz-online.de


Aus meiner persönlichen Einschätzung heraus wäre dieser Brückenbau an dieser Stelle eine städtbauliche Katastrophe. Sie würde nicht nur die Sichtachsen auf die Altstadt von den Elbhängen aus beeinträchtigen, sondern gleichsam auch ein Naturdenkmal von außergewöhnlicher Schönheit zerstören: die breiteste Stelle der Elbauen. Diese Dresdner....
Christian
Mitglied

Beiträge: 114


 

Gesendet: 12:03 - 01.07.2004
Antiquitus
Moderator

Beiträge: 943


 

Gesendet: 13:12 - 01.07.2004

wogegen seit ihr eigentlich. gegen eine brücke prinzipiell, oder nur gegen eine genau an der stelle, oder gegen die gstaltung...?
Christian
Mitglied

Beiträge: 114


 

Gesendet: 13:29 - 01.07.2004

Prinzipiell ist gegen eine weitere Elbüber- oder Unterquerung an dieser Stelle der Stadt nichts einzuwenden: alle anderen Möglichkeiten die Elbe zu überwinden liegen Kilometer weit entfernt. Was mich stört:

Die Brücke wird schier gigantische Ausmaße haben, sie wird sich nicht so wie es die anderen Brücken tun in den Stadtraum eingliedern und die Elbwiesen an ihrer breitesten und sensibelsten Stelle durchschneiden. Ich war am Wochenende vor Ort und habe mir die Situation angesehen: Die Gegend auf der Neustädter Seite ist sehr ruhig und fast schon paradiesisch schön: Villen gelegen am Elbhang. All dies würde durch den Lärm, den notwendig werdenden Lärmschutzwänden verschwinden. Die Attraktivität für die Bewohner würde spürbar sinken.

Der Ausblick auf die Stadt wäre entstellt.

Insgesamt bin ich nicht gegen eine weitere Elbüberquerung, bin schließlich selbst Autofahrer, nur für eine ästhetische Lösung dieser, die nicht die Landschaft dauerhaft zerstört. Schließlich wird das Elbtal höchstwahrscheinlich ab der nächsten Woche zum Weltkulturerbe der Unesco, wegen der Einbindung der Stadtlandschaften in die natürliche Umgebung, gehören.

Ferner wurde die Tunnelvariante nur unzureichend diskutiert und ist höchstwahrscheinlich gar preiswerter. Wenn schon Überführung, dann Unterführung.
Bert
registriert

Beiträge: 6


 

Gesendet: 18:36 - 01.07.2004

Die Brücke ist einfach notwendig. Punkt. Leute, die für den Brückenbau sind, stellen nunmal keine Plakate auf oder demonstrieren irgendwo, wozu auch?
Aus ästhetischer Sicht ist die Brücke kein Monster, sondern ein Glücksfall. Da gibt es doch ganz andere Kaliber. Sie ist einigermaßen filigran, wenn man bedenkt, für welche Verkehrsströme sie konzipiert wurde. Leute, die sich an der Gestalt der Brücke stören, sollten akzeptable Alternativen aufweisen können, einfach meckern reicht da meiner bescheidenen Meinung nach nicht. Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist das Fehlen von Straßenbahnschienen, da der öffentliche Verkehr hier sowieso sträflich vernachlässigt wird. Leider. Und wer hier die Tunnelvariante wieder auf´s Tapet bringt, hat wohl die damals ausgelegten Unterlagen nur unzureichend studiert.
Grüße aus Dresden-Neustadt
Bert
Ben
Goldenes Premium-Mitglied

Beiträge: 1337


 

Gesendet: 18:56 - 01.07.2004

Also, die Brücke sieht doch rel. OK aus, ähnlich der Stahlträgerbrücken vom Anfang des 20. Jh.. Ist das letzte Bild mit Blick auf die Innenstadt? Sieht nicht sonderlich beeindruckend aus...
Booni
Mitglied

Beiträge: 190


 

Gesendet: 19:34 - 01.07.2004

Ich finde, die Brücke zerstört die komplette Elbidylle. Eine Unterführung wäre sichtlich schöner und hat keinen Einfluß auf die Landschaft.
Das Ding sieht aus wie 'ne Autobahn-Talbrücke im Miniaturformat. Kann natürlich auch schlimmer werden aber ich finde in so eine Landschaft darf keine Brücke!
Philipp
Mitglied

Beiträge: 168


 

Gesendet: 21:32 - 01.07.2004

Ich sage dazu nur eins:

[Link zum eingefügten Bild]

Durch den neuen Stadtrat ist die Brücke tot. Das, was jetzt noch ist, ist nur Geplänkel!
Amüsiert hat mich die Aussage von Jan Mücke(FDP), der bei einer Ablehnung der Brücke durch die neuen Mehrheiten eine Unterschrifteninitiative zu einem Bürgerentscheid für die Brücke starten will. Leider haben sich gerade diese Leute durch ihr eigenartiges Demokratieverständnis diese Möglichkeit selbst zu nichte gemacht, da das Quorum zur Initiierung auf 15% angehoben wurde. Die GHND kann davon ein Lied singen. Eine schönere Strafe gibt es nicht.
Christian
Mitglied

Beiträge: 114


 

Gesendet: 12:51 - 02.07.2004

Das Dresdner Elbtal wird Weltkulturerbe

Dazu die SZ:

"Erhebung in den Adelsstand"
Das Dresdner Elbtal ist Weltkulturerbe

Das Dresdner Elbtal wird UNESCO-Weltkulturerbe. Das entschied der Welterbe-Ausschuss der UN- Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur am Freitag auf seiner Tagung im chinesischen Suzhou, wie die deutsche UNESCO- Kommission in Bonn bestätigte. „Das kommt einer Erhebung in den Adelsstand gleich“, sagte Sachsens Kunstminister Matthias Rößler (CDU). Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) erhofft sich von der Ernennung „einen großen Schub in vielen Bereichen, vor allem im Tourismus“.

Über die beiden anderen deutschen Bewerber, den Fürst-Pückler-Park im sächsischen Bad Muskau und Bremen mit seinem historischen Rathaus und seinem Wahrzeichen, dem steinernen Roland, hatte der Ausschuss bis zum Mittag noch nicht entschieden. In Deutschland gab es bislang 27 Welterbe-Stätten, darunter der Kölner und der Aachener Dom, die Berliner Museumsinsel, das klassische Weimar, die Luthergedenkstätten Eisleben und Wittenberg, das Obere Mittelrheintal und die Essener Zeche Zollverein.

Durch den Titel gewinne Dresden vor seiner 800-Jahr-Feier 2006 zusätzlich an Prestige, sagte Kunstminister Rößler. Angesichts zunehmender Konkurrenz in Europa durch Städte wie Prag oder Krakau erhofft sich die Stadt positive Effekte von dem Markenzeichen. So hätten die international anerkannten Stätten nicht nur bei der Verteilung der knappen Bundesmittel bessere Chancen. Die UNESCO biete auch eine internationale Werbeplattform, sagte Dirk Schumann vom Dresdner Denkmalschutzamt.

Die nun „geadelte“ Kulturlandschaft besteht aus 19,3 Quadratkilometern Fläche beidseitig der Elbufer zwischen Schloss Übigau im Westen und Schloss Pillnitz im Osten. Sie gehört mit ihren baulich, historisch und naturkundlich bedeutsamen Zeugnissen der vergangenen Jahrhunderte zu den rund 780 wichtigsten Kultur- und Naturstätten der Welt und steht in einer Reihe mit Venedig, der chinesischen Mauer, dem Friedensdom in Hiroschima oder dem Serengeti- Nationalpark Tansania. (dpa)

Quelle: www.sz-online.de

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