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Autor Mitteilung
Szillis-Kappelhoff
Moderator

Beiträge: 569


Gesendet: 10:50 - 05.01.2009

Westpreußen

Der prußische Name beschreibt die Lage des Ortes.

* prußisch „greiwa“ = krumm, gebogen (auch Niederung in einem Flussdelta)
vgl. dazu
* memelländisch „greva, greve“ =Falz, Hohlkehle
* „greva upes“ = Flussbett
* litauisch „greva“ = Flussbett
* lettisch „griva“ = alte Flussstelle, das Dreiecksland zwischen Flüssen oder Flussmündungen

Landeskunde:
Die alte Prußenfestung Grewose lag zunächst in der unteren Ortslage. Unter Heinrich von Meißen wurde Grewose 1234 erobert, jedoch 1242 von den Prußen zurückgewonnen. Heinrich von Lichtenstein gelang 1247 eine erneute Eroberung. Weil die Burg aber wieder von den Prußen eingenommen wurde, suchten sich die Ordenritter den strategisch günstigeren Standort auf dem Schlossberg aus und gründeten die Christburg. Alt-Christburg wurde den bekehrten und loyalen Prußen überlassen. Während des großen Aufstandes wurde die Christburg eingeäschert. Erst 1312 erhielt der Ort die Handfeste durch Günther von Arnstein.

Christburg ader Grewose (Christburg oder Grewose)
Semmai prei garbu: maista (Unten am Berg: das Dorf)
Unsei na garbu: (Oben auf dem Berg:)
Wurs pergrauts bhe perklantits (das alte zerstörte und berüchtigte)
Zomuklis Ordenas-Ritterin (Schloss der Ordensritter)

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